Camping De Eenhoorn VOF
ZurückCamping De Eenhoorn in Schardam, direkt am Markermeer gelegen, befindet sich im Wandel, was sowohl Chancen als auch Nachteile für potenzielle Gäste mit sich bringt. Der Campingplatz richtete sich bisher an eine bestimmte Zielgruppe: Mobilheimbesitzer, die einen festen Saison- oder Jahresstellplatz suchten. Es handelt sich hier nicht um eine gewöhnliche Kurzzeitunterkunft ; wer ein traditionelles Hotel oder eine ruhige Herberge für ein Wochenende sucht, wird hier nicht fündig. Die Mobilheime dienen den Stammgästen als private Ferienhäuser oder Ferienwohnungen .
Ein Ort mit zwei Gesichtern
Der größte Vorteil von De Eenhoorn ist seine Lage. Direkt am Wasser gelegen, ist es ein idealer Ausgangspunkt für Wassersportbegeisterte. Gäste erreichen das Markermeer bequem zum Segeln, Bootfahren oder Angeln. Frühere Bewertungen loben den Campingplatz als wunderbaren Familien- und Wassersportcampingplatz, der seit Jahrzehnten beliebt ist. Auch die Badeeinrichtungen, selbst für Kinder, werden dank einer separaten Ballleine positiv hervorgehoben. Dieses Bild einer idyllischen Unterkunft am Wasser wird jedoch durch andere Erfahrungen deutlich getrübt. Mehrere Gäste beschweren sich über erhebliche Belästigungen durch Jetskis, die ihrer Meinung nach das Wasser in der Nähe des Campingplatzes dominieren und das Schwimmen unangenehm oder gar unmöglich machen. Diese widersprüchlichen Berichte deuten darauf hin, dass das Erlebnis stark vom jeweiligen Zeitpunkt und der persönlichen Toleranz gegenüber motorisierten Wassersportarten abhängt.
Der Fokus auf feste Standorte
Ein entscheidender Punkt für alle, die einen Aufenthalt planen, ist das Geschäftsmodell. De Eenhoorn besteht fast ausschließlich aus Dauercampingplätzen. Das bedeutet, dass der Platz nicht für Touristen mit eigenen Zelten oder Wohnmobilen geeignet ist. Wer flexible Gastfreundschaft sucht, ist hier falsch. Ein Rezensent merkte an, dass sich der Campingplatz in 50 Jahren kaum verändert hat und immer noch die gleichen Mobilheime stehen. Das mag zwar einen gewissen nostalgischen Charme haben, für andere deutet es jedoch auf einen Mangel an Modernisierung im Vergleich zu einem modernen Resort oder Luxusvillen hin.
Jüngste Übernahme und ungewisse Zukunft
Die bedeutendste Entwicklung ist der kürzliche Verkauf des Campingplatzes an MarinaParken, wodurch er künftig MarinaPark Bad Markermeer heißen wird. Diese Übernahme hat bei den bisherigen Stellplatzbesitzern und der lokalen Bevölkerung für erhebliche Unruhe gesorgt. Der neue Eigentümer plant, den Park grundlegend zu verändern. Die bestehenden Mobilheime sollen Berichten zufolge etappenweise abgerissen werden, um Platz für rund 75 neue, teurere Chalets zu schaffen, die zum Verkauf und zur gewerblichen Vermietung bestimmt sind. Dadurch wandelt sich der Campingplatz von einem traditionellen Familienplatz in einen kommerziellen Ferienpark, ähnlich einem mit Ferienwohnungen .
Was bedeutet das für Neukunden?
Für die Saison 2025 hat MarinaParken angekündigt, den Betrieb weitgehend unverändert fortzuführen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die langfristige Zukunft der traditionellen Campinggäste ist jedoch ungewiss. Die Pläne deuten auf eine Verlagerung in ein gehobenes Marktsegment hin, mit Fokus auf die Vermietung luxuriöser Chalets . Stammgäste wurden bereits aufgefordert, ihre Stellplätze bis Ende 2026 zu räumen, was zu heftigen Protesten geführt hat. Diese Entwicklungen, gepaart mit den Sorgen der Anwohner über zunehmenden Verkehr und Eingriffe in die Natur, schaffen eine Atmosphäre der Unsicherheit. Potenzielle Käufer der neuen Chalets, die eine Posada am Wasser suchen, sollten sich dieser angespannten Lage bewusst sein. Der einst friedliche Familiencampingplatz steht vor einem kompletten Wandel mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen.