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Das Hoxton, Lloyd Amsterdam

Das Hoxton, Lloyd Amsterdam

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Oostelijke Handelskade 34, 1019 BN Amsterdam, Nederland
Hotel Unterkunft Veranstaltungsort
8.6 (566 Bewertungen)

Ein Aufenthalt im The Hoxton, Lloyd Amsterdam, in der Oostelijke Handelskade 34 in Amsterdam-Ost, ist ein faszinierendes Spiel mit Kontrasten. Dieses Haus ist mehr als nur ein Hotel; es ist ein Denkmal mit einer reichen, vielschichtigen Geschichte, die man schon von außen spüren kann. Die Transformation dieses historischen Gebäudes, das ursprünglich 1921 von Royal Holland Lloyd (KHL) errichtet wurde, in eine moderne Unterkunft des gewohnten The-Hoxton-Standards ist ambitioniert und sichtbar. Für Gäste, die eine außergewöhnliche Unterkunft suchen, bietet dieses Hotel sowohl ästhetische Highlights als auch betriebliche Herausforderungen, die bei der Buchung einer Unterkunft in der niederländischen Hauptstadt berücksichtigt werden sollten.

Die historische Grundlage und der gestalterische Erfolg

Das Vermächtnis des Lloyd-Gebäudes

Das Gebäude selbst ist ein historischer Ort in Amsterdam. Seine Geschichte reicht von vorübergehenden Unterkünften für transatlantische Migranten über ein Internierungslager während des Zweiten Weltkriegs bis hin zu Ateliers für jugoslawische Künstler. Diese historische Bedeutung wird vom Hotel nicht ignoriert, sondern kunstvoll integriert. Die Zusammenarbeit zwischen AIME Studios und lokalen Handwerkern hat ein Interieur hervorgebracht, das Art-déco-Elemente – wie die originalen Buntglasfenster, Wandpaneele und Fliesen – würdigt und gleichzeitig eine jugendliche, vielseitige Energie ausstrahlt. Diese Balance zwischen Monumentalität und Moderne ist eine der größten Stärken dieses Hostels . Während sich viele Hostels oder einfache Herbergen mit Funktionalität begnügen müssen, bietet das Lloyd Amsterdam ein visuell ansprechenderes Ambiente. Die Gemeinschaftsbereiche sind in warmen Rot-, Korallen- und Ockertönen gehalten, ergänzt durch grafische Muster und Vintage-Stücke. So entsteht eine Atmosphäre, die sich deutlich vom typischen Resort- oder Ferienwohnungs- Erlebnis abhebt.

Positive Erlebnisse und Extras

Gäste loben die einzigartige Atmosphäre und den besonderen Charme des Hotels. Das Café/Restaurant besticht durch ein helles und einladendes Ambiente. Besonders hervorgehoben wird die versteckte, sehr angenehme Terrasse – der perfekte Ort, um nach einem Tag in der Stadt zu entspannen. Solche Details tragen zu einem besonderen Aufenthaltsgefühl bei. Die Lage im Oostelijk Havengebied (östlichen Hafenviertel) wird trotz der etwas weiteren Entfernung zum Stadtzentrum für die entspanntere Atmosphäre und die Nähe zum Wasser geschätzt – ein Ort, an dem man mit etwas Glück Veranstaltungen wie SAIL miterleben kann. Ein besonders praktischer Vorteil, den viele Besucher hervorhoben, ist die Möglichkeit, Fahrräder kostenlos auszuleihen (je nach Verfügbarkeit). Für viele ist dies die authentischste Art, Amsterdam zu erkunden, und ein willkommener Bonus für alle, die eine mobilitätsfreundliche Unterkunft suchen.

Auch kulinarisch werden die Mitarbeiter in den Speisesälen immer wieder für ihre Freundlichkeit und ihr Fachwissen gelobt. Spezielle Empfehlungen für Weine und alkoholfreie Cocktails wurden positiv aufgenommen und zeugen von exzellentem, persönlichem Service, den man selbst in gehobenen Hotels nicht immer erwarten kann.

Die Schattenseite: Betriebliche Reibungsverluste und Mängel in der Kammer

Barrierefreiheit und körperliche Behinderungen

Die historische Pracht hat jedoch auch ihre Schattenseiten, insbesondere in puncto Barrierefreiheit. Der Zugang zum Gebäude ist aufgrund der vielen Treppen beschwerlich, was für Gäste mit eingeschränkter Mobilität oder schwerem Gepäck unbedingt zu berücksichtigen ist. Dadurch ist es weniger geeignet als eine komplett barrierefreie Posada oder ein modernes Resort.

Die Realität der Räume (Habitaciones)

Die Zimmer selbst, deren Kategorien von „Gemütlich“ über „Geräumig“ bis „Groß“ reichen und die sogar einzigartige Konzeptzimmer wie das Turmzimmer mit seinem 360-Grad-Panoramablick bieten, sind ästhetisch ansprechend. Die Einrichtung ist bis ins kleinste Detail durchdacht, und manche Gäste empfinden die Betten und Kissen für europäische Verhältnisse als außergewöhnlich komfortabel. Die praktischen Erfahrungen mit diesen Zimmern sind jedoch uneinheitlich. Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass die Zimmer eher klein ausfallen können. Das größte Problem ist die Temperaturregulierung: Da keine Klimaanlage vorhanden ist, können die Zimmer warm werden, was den Komfort während des Aufenthalts erheblich beeinträchtigen kann. Dies ist ein eklatanter Mangel für ein modernes Hotel in urbaner Lage.

Auch die Akustik lässt zu wünschen übrig. Obwohl online teilweise von schallisolierten Wänden die Rede ist, berichten Gäste von Lärm in den Zimmern. Dies beeinträchtigt die Ruhe, die sie in dieser weniger belebten Gegend suchen, ganz anders als die lebhafte Atmosphäre traditioneller Hostels oder geschäftiger Stadthotels. Was die Ausstattung betrifft, sorgt die Kaffeezubereitung in den Zimmern für Frustration; „teebeutelartiger“ Kaffee ist für viele in einem Haus, das sich als Designhotel positioniert, inakzeptabel. Zwar sind Kühlschrank und Wasser vorhanden, doch die Qualität der grundlegenden Ausstattung lässt offensichtlich zu wünschen übrig.

Serviceinkonsistenz

Der Service weist extreme Ausreißer auf, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Während einige Mitarbeiter (wie Lieke) außergewöhnlichen, persönlichen Service boten, gibt es erhebliche Beschwerden über die allgemeine betriebliche Effizienz. Der Check-in-Prozess gestaltet sich umständlich, mit Reservierungsfehlern und Wartezeiten bis spät in den Nachmittag (17:00 Uhr), bis das Zimmer bezugsfertig ist. Selbst die Erfüllung grundlegender Wünsche, wie beispielsweise die Bereitstellung eines Babybetts, kann Stunden dauern. Diese mangelnde Organisation ist ein großer Nachteil für Gäste, die einen reibungslosen Aufenthalt erwarten, und widerspricht dem Markenversprechen eines „Zuhause-Gefühls“. Selbst die Begrüßungsgeste einer Minibar, die nur teure Getränke enthielt, wirkte auf manche Gäste eher wie eine Enttäuschung als ein herzliches Willkommen.

Gastronomiebetriebe: Ambiente versus Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Restaurant Breman Brasserie, benannt nach dem Architekten des Gebäudes, und die Barbue Bar, die sich im ehemaligen Kassenhäuschen befindet, tragen zur Lebendigkeit des Anwesens bei. Die Atmosphäre ist oft gesellig, und die Cocktails werden gelobt. Das kulinarische Erlebnis ist jedoch durchwachsen. Gäste berichteten von langen Wartezeiten auf ihre Gerichte. Noch schlimmer: Die Qualität und die Preise einfacher Gerichte wie Caesar Salad wurden kritisiert, insbesondere da die erwarteten Beilagen (wie zum Beispiel Hühnchen) einen erheblichen Aufpreis erforderten und die Basiszutaten unzureichend waren. Eine Auseinandersetzung über nicht verzehrtes Essen offenbarte mangelndes Taktgefühl im Umgang mit den Gästen. Selbst das Frühstück, obwohl in einem schönen Ambiente serviert, wurde als spärlich und lieblos zubereitet beschrieben. Zudem wurde erst zu diesem Zeitpunkt darauf hingewiesen, dass Kaffee nicht im Preis inbegriffen sei, was Kommunikationsprobleme verdeutlicht, die das Gesamterlebnis beeinträchtigen – ganz anders als bei umfassenderen Ferienwohnungen oder All-inclusive -Resorts .

Synthese für den Reisenden

Das Hoxton, Lloyd Amsterdam ist ein Hotel , das mit seinem vielseitigen Design und seinem historischen Charme besticht. Architekturbegeisterte und alle, die eine fotogene Kulisse suchen, werden hier gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Es ist definitiv kein Budget- Hostel und hebt sich durch seinen einzigartigen Charakter auch von herkömmlichen Ferienwohnungen ab. Die 136 Zimmer bieten eine große Auswahl, darunter auch Familienzimmer mit Etagenbetten. Allerdings variiert das Gästeerlebnis je nach Wochentag und Zimmerkategorie stark. Gäste, die Wert auf tadellosen, effizienten Service, ein garantiert kühles Zimmer und ein gleichbleibend gutes kulinarisches Erlebnis legen, könnten aufgrund der gemeldeten Mängel – fehlende Klimaanlage und hoher Lärmpegel in den Zimmern – das Potenzial des Hotels zunichtemachen. Es ist ein Reiseziel mit großem Potenzial, doch die Umsetzung grundlegender Abläufe, vom Check-in bis zum morgendlichen Kaffee, bedarf noch deutlicher Verbesserungen, um das versprochene außergewöhnliche Erlebnis vollends zu gewährleisten. Es ist ein Ort zum Übernachten, an den man sich unvoreingenommen heranwagen muss und bei dem man die architektonische Pracht als Kompromiss für gelegentliche logistische Schwierigkeiten in Kauf nehmen sollte.

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